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Warum sollte ich mit meinem Kind regelmäßig zum Augenarzt gehen?

Das Sehen ist mit der Geburt des Kindes noch nicht vollständig entwickelt. In den ersten Lebensmonaten wird das Gehirn quasi geschult, scharf zu sehen. In dieser Phase sind Störungen des beidäugigen oder -noch gefährlicher- des einäugigen Sehens sehr gefährlich und können zu starken funktionellen Sehbehinderungen führen. Bekannte Beispiele dafür sind das Schielen, unterschiedliche Brechungsfehler (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit) oder unerkannte Trübungen der brechenden Medien (angeborener grauer Star).
 
Durch das Längenwachstum des Auges kann es zu Veränderungen der Brechkraft kommen (Entwicklung von Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit). Da dieses von Kindern meistens nicht bemerkt wird, können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Ermüdung oder schulische Leistungsstörungen entstehen.
 
Angeborene oder erworbene Netzhauterkrankungen lassen sich nur durch entsprechende Routinekontrollen bestimmen.
Nach Leitlinien des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sollte eine augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden:
  • In der 1. Lebenswoche bei Bedeckung der Pupille durch Lidanomalien oder familiärer Veranlagung von Linsentrübungen
  • 6.-8. Lebenswoche routinemäßig zum Ausschluss krankhafter Veränderungen und zur Überprüfung der Fixation
  • Zwingend bei Auffälligkeiten im Rahmen der U3
  • 6.-12 Lebensmonat bei familiärer Belastung durch Schielen oder höheren Brechungsfehlern
Aufgrund des kontinuierlichen Augenwachstums sollte eine Visusprüfung im Weiteren alle 2 Jahre durchgeführt werden.
Wir freuen uns, diese Vorsorgeuntersuchung für Sie leisten zu können. Sprechen Sie uns bitte an.

Einen Einblick in unsere Sprechstunde erhalten Sie auch in unserem Patientenfilm über unsere Sehschule.